Aufbau Fußbodenheizung



Aufbau Fussboden und Verlegen der Fußbodenheizung
Vorteile und Nachteile der Fussbodenheizung

Der Aufbau des Fussboden bei der Fußbodenheizung ist ein wichtiges Detail, da mit dem richtigen Fußbodenaufbau die richtige Funktion der Heizung maßgeblich beeinflusst wird. Dabei ist nicht nur die Wahl des Bodenbelag wie Teppich, Parkett, Laminat o.a. beim Fußbodenaufbau wichtig.
Die Verlegung der Fußbodenheizung kann in zwei unterschiedlichen Arten erfolgen: Nassverlegung und Trockenverlegung.
Bei der Nassverlegung werden die Rohre, welche auf Noppenmatten, Trägerrosten liegen und mit Rohrclips oder Schellen befestigt und gesichert sind, direkt mit Estrich, Zementestrich oder Anhydritestrich, übergossen. Die direkte Berührung zwischen Rohr und Estrich garantiert einen guten Wärmeübergang zum Fussboden. Der Estrich bekommt Zusatzmittel hinzugefügt und wird auch Heizestrich genannt. Die Dicke des Estrich liegt zwischen 40-70mm und der Estrich muss die Rohre vollständig umschließen. Da sich die Rohre bei verschiedenen Warmwasser - Temperaturen auch ausdehnen, müssen an Rohrbögen im Estrich unter Umständen so genannte Polsterungen, elastisches Material, zwischen Rohr und dem umschließenden Estrich angebracht werden, damit sich das Rohr ungehindert ausdehnen kann. Bei Verlegung ohne Polsterung könnte es nach einiger Zeit zu Rohrbrüchen kommen und der Fußboden muss wieder geöffnet werden!
Ganz wichtig beim Aufbau der Fußbodenheizung ist auch, dass in größeren Räumen Dehnungsfugen innerhalb des Raumes in den Estrich eingearbeitet werden, da nicht nur das Rohr, sondern auch der Heiz Estrich sich durch die Aufwärmung ausdehnt. Außerdem müssen immer am Rand des Fussboden Dämmstreifen zur Wand eingefügt werden, um ebenfalls die Ausdehnung aufzunehmen. Ohne Dehnungsfugen bekommt der Fussboden Risse!
Bei der Trockenverlegung erfolgt die Rohr Verlegung der Fußbodenheizung ebenfalls auf Noppenmatten, in Rillen von Wärmedämmplatten o.ä., aber es wird kein Heizestrich direkt über die Rohre gegossen, sondern die verlegten Rohrschleifen werden mit Trockenbauplatten wie Glasfaserplatten oder Holzspanplatten u.a. abgedeckt. Dabei können sich die Rohre relativ ungehindert ausdehnen und die Montage der Fußbodenheizung erfolgt schneller. Nachteile sind, dass eine höhere Vorlauftemperatur für die Heizung notwendig ist, da der Wärmeübergang nicht so gut wie bei Heizestrich ist. Die Trockenverlegung wird aber weniger in der Praxis angewandt.
Über die Rohre kann man bei der Nassverlegung und Trockenverlegung Leitbleche aus Aluminium verlegen, die den Wärmeübergang und die gleichmäßige Wärmeverteilung im Fußbodenaufbau gewährleisten und erhöhen.

Die Rohrführung in den einzelnen Heizkreisen der Fussbodenheizung kann in zwei unterschiedlichen Varianten erfolgen: Schlangenförmiges Mäander - Verlegen oder Spiralförmiges biferales Verlegen (siehe Bild weiter unten!). Bei der spiralförmigen Verlegung werden die Rohrschlangen der Fussbodenheizung schneckenhausförmig von außen nach innen in Kreisform verlegt, wobei die Vor- und Rücklaufrohre immer parallel nebeneinander liegen. Beim Verlegen in der schlangenförmigen Form wird das Rohr in Schlangenform im Fußboden parallel verlegt. Diese beiden Formen können auch kombiniert werden bei der Verlegung. Theoretisch sind auch andere Formen möglich, wichtig ist aber, dass die gleichmäßige Beheizung des Fußboden gewährleistet bleibt.

Beim Aufbau der Fußbodenheizung durch den Handwerker sind protokollierte Dichtheitsprüfungen der Heizkreise vor und während der Estrich Verlegung durchzuführen. Außerdem muss vor der Verlegung eines Bodenbelag wie Teppich, Parkett, Laminat o.a. der Heizestrich kontrolliert aufgeheizt werden. Bei Zementestrich kann dies frühestens 21 Tage und bei Anhydritestrich frühestens 7 Tage nach Estrich Verlegung erfolgen. Die Vorlauf - Temperatur der Heizkreise muss dabei 3 Tage lang um die 25°C liegen und danach für 4 Tage die maximale Vorlauf - Temperatur halten. Das Aufheizen muss zur späteren Überprüfung in einem Aufheizprotokoll festgehalten werden. Für Fließestrich und Schnellbinder gelten eigene Zeiträume, in jedem Fall die Angaben der Hersteller beachten!

Die Rohre der Fussbodenheizung geben ihre Wärme nicht nur nach oben zur Oberfläche des Fussboden ab, sondern in alle Richtungen. Daher ist eine Wärmedämmung, Dämmplatten, unterhalb der Rohrschlangen im Rohfußboden unbedingt notwendig, vor allem bei unbeheizten darunterliegenden Räumen. Desweiteren sollte unbedingt eine Trittschalldämmung im Fußbodenaufbau obligatorisch sein, da damit der Körperschall, Trittgeräusche, gegen andere Räume verhindert bzw. eingedämmt wird.



Bild: Aufbau des Fussboden und Formen beim Verlegen der Heizrohrschlangen der Fussbodenheizung im Fussboden.


Vorteile und Nachteile der Fußbodenheizung:
Vorteile:
» Energiesparende niedrige Heizmedium - Vorlauf - Temperaturen
» hygienisch Vorteilhaft, da nur geringste Luftströmungen durch Heizung entstehen (kaum Staubaufwirbelung)
» keine sichtbaren Heizkörper vorhanden
» gleichmäßige und behagliche Aufwärmung über die gesamte Raumfläche

Nachteile:
» höhere Investitionskosten (20-40%) gegenüber konventioneller Heizkörper-Heizung
» langsamere Regelfähigkeit des Systems (Trägheit) bei verändertem Heizbedarf
» nicht jeder Bodenbelag darf verwendet werden
» bei Störungen und Rohrbrüchen im Fußbodenbereich hohe Reparaturkosten

Die genannten Vorteile und Nachteile sollten gut gegeneinander aufgewogen werden. Aber - die hohe Anzahl der eingebauten Fußbodenheizungen zeigen, dass viele Nutzer zufrieden sind, zumal in den letzten Jahren viel Geld in die Weiterentwicklung bei den Herstellern geflossen ist. Eine Fussbodenheizung kann man somit schon empfehlen!


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